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Tech

Neue Grafikkarte gekauft

Wer meinen Blog verfolgt, der erinnert sich vielleicht daran, dass ich vor knapp zwei Jahren meinen Rechner ordentlich aufgerüstet habe. Damals habe ich CPU, Mainboard, RAM und Kühler getauscht, aber eine Sache habe ich bewusst nicht angefasst: die Grafikkarte. Ich hatte ja noch meine gute alte Nvidia 1650 OC von Asus in Betrieb und die hat für meine damaligen Ansprüche auch völlig gereicht. Ich hatte am Ende des Umbaus sogar geschrieben, dass die Grafikkarte künftig der limitierende Faktor sein wird - und genau das hat sich dann auch bestätigt.
Jetzt war es also endlich soweit und ich hab mir - gerade noch rechtzeitig, bevor die Preise so richtig explodiert sind - eine Nvidia RTX 5070 Ti mit 16GB VRAM geleistet. Und ich muss sagen: Der Unterschied ist gewaltig.

Warum jetzt gerade?

Der eigentliche Auslöser waren meine Monitore. Ich sitze mittlerweile vor zwei 2K-Bildschirmen, und meine gute alte 1650 hat es einfach nicht mehr geschafft, die vernünftig zu bespielen.
Bei Spielen war ich dadurch immer auf 1080P beschränkt - und selbst da musste ich noch mit Rucklern leben. Das hat auf Dauer einfach keinen Spaß mehr gemacht. Wenn man ein Spiel eigentlich in voller Auflösung genießen könnte, sich das Bild aber trotzdem ruckelig anfühlt, dann trübt das die Freude schon gewaltig.
Und genau hier zeigt die neue Karte jetzt, was sie kann. Ich kann meine Monitore endlich in ihrer nativen 2K-Auflösung befeuern und habe vor allem in Spielen eine absolut geniale Grafik. Alles läuft butterweich, die Details sind gestochen scharf und von Rucklern ist keine Spur mehr zu sehen. Ich hab tatsächlich das eine oder andere Spiel nochmal von vorne angefangen, nur um es diesmal in voller Pracht zu erleben.
Dass die 16GB VRAM später dann auch noch für ganz andere Spielereien gut sein würden, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht - aber dazu ein andermal mehr.

Das Netzteil musste auch dran glauben

Was ich beim Kauf ehrlich gesagt zunächst unterschätzt hatte, war der Stromhunger der neuen Karte. Meine alte 1650 war ja eine richtige Sparbüchse und kam sogar ohne zusätzlichen Stromanschluss aus. Die 5070 Ti dagegen ist da deutlich anspruchsvoller, und mein altes Netzteil hätte das - vor allem in Kombination mit dem Ryzen 9 - nur mit Ach und Krach oder eben gar nicht mehr geschafft.
Also musste auch noch ein neues Netzteil her. Geworden ist es ein Enermax REVOLUTION III mit 1000W. Das ist bewusst etwas überdimensioniert, aber ich hab die Erfahrung gemacht, dass man bei Netzteilen lieber ein bisschen Reserve einplant. Zum einen läuft ein Netzteil im mittleren Lastbereich am effizientesten, zum anderen habe ich so noch Luft nach oben, falls doch irgendwann mal eine noch hungrigere Komponente dazukommt.
Der Einbau selbst war zum Glück unspektakulär. In meinem alten Skytower-Gehäuse ist ja bekanntlich Platz ohne Ende, da muss man nicht mit der Pinzette arbeiten. Nur beim Kabelmanagement hab ich mir wieder ein bisschen Mühe gegeben, damit im Gehäuse kein Kabelsalat herrscht und die Luft vernünftig zirkulieren kann.

Fazit

Damit sind jetzt endlich wieder alle Komponenten auf einem aktuellen Stand und der letzte limitierende Faktor aus meinem Rechner ist Geschichte. Es fühlt sich gut an, wieder ein rundum stimmiges System zu haben, bei dem nicht ein einzelnes altes Teil den Rest ausbremst.
Und wie das bei neuer Hardware eben so ist: Kaum hat man sie, kommen einem gleich neue Ideen, was man damit noch alles anstellen könnte. Bei mir hat sich da inzwischen tatsächlich das Thema lokale KI in den Vordergrund gedrängt und den einen oder anderen Docker-Container hab ich mittlerweile auch schon im Kopf, den ich ausprobieren möchte. Aber das ist dann Stoff für einen eigenen Artikel.