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Allgemein

Postojna und Predjama in Slowenien

Wir haben Urlaub in Kroatien gemacht und hatten Lust, ein paar Ausflüge zu machen. Da der Wetterbericht ohnehin angekündigt hat, dass ein Regentag kommt, haben wir beschlossen, dass wir nach Postojna in Slowenien fahren. Am Campingplatz sind für diese Tropfsteinhöhle ein paar Flyer rumgelegen — und warum nicht mal einen Ausflug ein bisschen weiter machen. Das hat sich vielversprechend angehört, immerhin handelt es sich um eine der größten erforschten und zugänglichen Tropfsteinhöhlen der Welt. Wir haben also im Internet gesucht und Karten gebucht. Natürlich das volle Programm: Höhlenbesichtigung mit Guide, Expo-Museum, Vivarium und die dazugehörige Burg Predjama. Im Nachhinein wussten wir dann, dass das ein bisschen viel war. Aber dazu später.

Wir sind also die ca. 100 km nach Slowenien gefahren und haben uns in die Menschenmassen eingegliedert. Es war wirklich wahnsinnig viel los, aber dieser Touristen-Hotspot ist wahnsinnig gut organisiert, und so kam es eigentlich nicht zu Gedränge oder längeren Wartezeiten.

Wir haben uns das Vivarium mit den Babydragons angesehen (es handelt sich dabei um Grottenolme) und sind dann schließlich in das Höhlensystem gegangen. Bzw. gefahren: Man fährt mit einem kleinen Zug die ersten Kilometer hinein, bevor man auf befestigten Wegen weiter erkunden kann. Und ich kann nur sagen … Gigantisch. Das war auf jeden Fall die Reise wert.

Hier ein paar Bilder davon:

Als wir mit der Führung durch waren, haben wir uns noch die Expo-Ausstellung angesehen, die ebenfalls äußerst interessant war. Hier wird der Aufbau des Karst erklärt, wie die Höhlen entstehen und warum Kroatien felsige Strände hat. Auch diese Ausstellung kann man nur empfehlen.

So … jetzt kommt das Problem. Der Tag war an dieser Stelle eigentlich vorbei. Wir hatten allerdings auch noch Karten für die Burg Predjama. Was machen wir? Wir haben dann beschlossen, dass wir bei der Heimfahrt nochmal einen Stop machen — da fahren wir ja fast vorbei. Da aber am nächsten Tag das Wetter auch noch regnerisch war, sind wir einfach nochmal die 100 km losgefahren nach Slowenien und haben uns die Burg gleich direkt angesehen. Ja, ich weiß. Wir sind verrückt. Und deswegen war es auch so toll.

Für die Burg empfehle ich dringend, dass man sich den Audio-Guide dazu bucht. Über den Guide wird jeder Raum sauber erklärt. Kein unnötiges Gefasel außen rum, wie man es von vielen anderen Museen kennt, sondern wirklich gut erzähltes Detailwissen und immer auf das zugeschnitten, was man gerade sieht. Auch von der Geschichte der Burg wird dabei sehr viel erzählt.

Nur ganz kurz: Die Burg wurde in den Fels gebaut. Nach hinten ist sie offen, und man kann in das weit verzweigte Höhlensystem eindringen. Dadurch war die Burg nahezu uneinnehmbar. Es gibt eine Legende, dass der Raubritter Erasmus bei einer Belagerung den Belagerern Kirschen rausbringen ließ, weil die kaum was zu essen hatten und er in seiner Burg das beste Leben hatte. Leider wurde der Burgherr verraten: Ein Diener gab den Belagerern ein Signal, als Erasmus auf dem Abort saß — und so wurde er von einer Kanonenkugel von seinem Thron … äh Klo geschossen.

Auch hier noch ein paar Bilder von der Felsenburg:

Fazit: Wenn ihr irgendwie in diese Gegend in Slowenien kommt, schaut euch unbedingt Postojna und Predjama an. Ich kann das nur empfehlen.